Bridging Gaps will Veränderungen anstoßen. Wie das funktioniert, kann man am besten an den Mitwirkenden erkennen.


Friederike Horlacher

Gründungsmitglied und Kassenwartin von Bridging Gaps, kommt aus einem Stuttgarter Vorort. Als Kind einer typischen Mittelschichtfamilie öffneten sich ihr viele Türen automatisch – sie war während ihrer Schulzeit mehrere Male im Ausland, machte Abitur und begann danach ihr Studium in Konstanz. Dass dieser Weg ein sehr privilegierter Weg ist, wurde ihr durch Bridging Gaps klar:

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„Durch Bridging Gaps habe ich mehr Bewusstsein für meine Privilegien erlangt und bemerkt, dass diese immer in Relation zu anderen Personen und Gruppen bestehen, die nicht dieselben Privilegien oder denselben Zugang zu Ressourcen haben.“

Das Bewusstsein für ihre Privilegien in der Gesellschaft war wichtig für Friederike, weil sie dadurch auch erkannte, dass sie eine besondere Verantwortung trägt:

„Ich habe gemerkt, wie aus dieser Erkenntnis die Verantwortung erwächst, sich solidarisch für andere Menschen und deren Herausforderungen einzusetzen, auch wenn man nicht vor denselben Herausforderungen steht.“

Bei Bridging Gaps hat sie nun den Raum gefunden, ihr gewachsenes Bewusstsein und die damit einhergehende Verantwortung in konkrete Handlungen umzusetzen. Die Menschen, die bei Bridging Gaps mitwirken, sind eine Quelle der Inspiration für sie.

„Bei Bridging Gaps habe ich unglaublich inspirierende Menschen kennengelernt, die sich jeden Tag für andere Menschen stark machen, sich mit diskriminierten Menschen solidarisieren und die mir aufzeigen, was ich selber tun kann.“

Friederikes gewachsenes Bewusstsein und die Inspiration durch die Menschen bei Bridging Gaps haben sie mutiger werden lassen.

„Ich habe nun den Mut, stärker für meine Werte einzutreten, öffentliche Meinungen zu hinterfragen und mich meinen eigenen Rassismen zu stellen und an mir zu arbeiten. Weil ich durch Bridging Gaps nicht nur erlebt habe, in welcher freien, gerechten und friedlichen Gesellschaft ich leben möchte, sondern auch, was für ein Mensch ich selbst sein möchte.“


Nikisha Randall

Kommt aus Eersterust/ Pretoria. Sie ist eine Supervisorin in Training und Teil des Planungsteams von Bridges Camp. Bridges Camp gibt ihr den Raum, ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. 

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“Ich mochte mein Leben auch schon, bevor ich bei Bridges Camp war. Aber nachdem ich bei Bridges Camp teilnahm, lernte ich noch mehr und wurde noch motivierter. Ich hab das Gefühl, dass ich alle meine Ziele erreichen kann und ich bin jetzt auch fokussierter.“ 

Durch Bridges Camp wurde sie selbstbewusster. Außerdem motiviert es sie dazu, eine bessere Person zu werden. Sie findet bei Bridges Camp immer wieder neue Herausforderungen. 

“Es ist toll, ein Teil von Bridges Camp zu sein. Ich liebe es, neue Dinge anzugehen und glaube, dass man niemals aufhört, zu lernen…“

Es ist wichtig für Nikisha, dass sich die Jugendlichen, die neu auf das Camp kommen, wohl fühlen.  

“Ich mag es, den anderen TeilnehmerInnenn ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern. Am Anfang war es manchmal schwierig, einen Jugendlichen dazu zu bringen, sich zu öffnen. Mittlerweile gelingt mir das schon ganz natürlich. Es ist toll, wenn andere Jugendliche mich als ihre Anführerin, ihre Freundin, ihre Schwester und ihr Rollenvorbild sehen.“

Nikisha mag es, dass bei Bridges Camp Jugendliche anderen Jugendlichen etwas beibringen.

“Wir jungen Menschen wissen, wie wir miteinander in Verbindung treten können. Deshalb ist es leicht für andere Jugendliche, von uns zu lernen. Bei Bridges Camp kannst du du selbst sein. Wir bringen dir bei, andere nicht zu verurteilen und nicht von anderen verurteil zu werden.