Im Rahmen der Vereinsarbeit von Bridging Gaps e.V. wurde vergangenes Jahr erfolgreich ein Jugendaustausch durchgeführt.

Die zehn Jugendlichen aus Deutschland und Südafrika hatten die Möglichkeit in mehreren Phasen und einem zweiwöchigen Aufenthalt in Südafrika und in Deutschland mehr über komplexe Themen wie Rassismus und soziale Ungerechtigkeit zu erfahren. Der Jugendaustausch wurde gefördert durch Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ.

Ziel war es während des Austausches – und darüber hinaus – den Jugendlichen Themen wie Alltagsrassismus, Diskriminierung, Vorurteile und stereotype Denkweisen nahe zu bringen. Gemeinsam lernten sie mehr über globale Ungleichheit sowie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Besonders Wert wurde darauf gelegt, die Teilnehmenden in Workshops und praktischen Übungen zur Mitarbeit anzuregen und dazu aufzufordern sich aktiv an der Mitgestaltung eines weiteren Austausches und der Öffentlichkeitsarbeit zu beteiligen.

Möglich gemacht wurde der Austausch im Rahmen des Projektes „Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative“ mithilfe von „Engagement Global“, welches sich die Förderung einer gemeinsamen Zukunft zwischen jungen Menschen zum Ziel gesetzt hat.

 


Das Projekt

Ziel des Projektes war es, die Jugendlichen für neue Perspektiven zu öffnen und für globale Ungleichheiten zu sensibilisieren. Alle Jugendlichen wurden ermutigt und unterstützt, sich nach Beendigung des Projektes weiterhin sozial zu engagieren.

Der “Bridge the Gap“ Jugendaustausch bestand aus einem Begleitprogramm und zwei Begegnungsphasen. Jeweils zehn Jugendliche nahmen an diesen Phasen in Deutschland bzw. Südafrika teil. Außerdem war es jeweils dreißig weiteren Jugendlichen möglich an einer Programmwoche in ihrem Heimatland teilzunehmen. Das Projekt erstreckte sich von September 2017 bis Mai 2018 und beinhaltete einen zweiwöchigen Aufenthalt in Südafrika nach Weihnachten 2017 sowie in Deutschland um Ostern 2018.

Das Austauschprogramm zeichnete sich durch die Partizipation der Jugendlichen aus. Es baute auf unserem Projekt “Bridges Camp” in Südafrika auf, das von den jugendlichen MultiplikatorInnen initiiert und konzipiert wurde.

So Bridging Gaps is all about overcoming prejudice and preventing racism. It also teaches us about inequality all over the globe. Basically it’s all about making the world a better home for all human beings living in it. I’ve been a part of the Bridging Gaps for 3 years and it’s like a family to me now. We combine the different races from different backgrounds like black, white and coloured to make many people one individual – thats our main job of the Bridging Gaps project. So we are bridging the gap between inequality, racism and prejudice.“ – Brett Veldman (15) – der jüngste Teilnehmer – über den Jugendaustausch

 


Der Ablauf

Der Jugendaustausch bestand aus zwei Begegnungsphasen in Südafrika sowie in Deutschland. Alle TeilnehmerInnen aus Deutschland sollten an beiden Begegnungsphasen teilnehmen.

Die Begegnungsphasen fanden in den folgenden Zeiträumen statt:

Das gesamte Projekt bestand aus dem Austausch und einem verpflichtenden Rahmenprogramm, von dem die TeilnehmerInnen nur in Ausnahmefällen, wie z.B. Krankheiten oder wichtigen familiären Ereignissen befreit werden konnten. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über das vergangene Rahmenprogramm:

Der Ablaufplan im Detail


Projektneuigkeiten

“Der Deutsch-Afrikanische Jugendaustausch hat mir wirklich die Augen für die vielen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten geöffnet, die wir täglich erleben und die ich zuvor kaum wahrgenommen habe. Der Austausch hatte einen enorm positive Einfluss auf mein Leben und neben den lehrreichen Einheiten habe ich neue Freunde gefunden… Moment… ich habe eine neue Familie gefunden.”

Diese sehr eindrücklichen Worte von Chesney Joubert, einem der 20 Teilnehmenden des Bridging Gaps Jugendaustausches lassen erahnen, wie wichtig und prägend diese Erfahrung für alle Beteiligten war. Am 27.12.2017 war es endlich soweit: Nach einer langen Vorbereitungsphase mit vielen inhaltlichen Workshops und bürokratischen Hürden, die es zu überwinden galt, sind die 10 deutschen Teilnehmenden im Alter von 16 bis 19 Jahren mit Lea und Florian, ihren Betreuern, nach Südafrika geflogen. Dort hat sie das südafrikanische Team schon ungeduldig erwartet und mit einer besonderen, überraschenden und lustigen Begrüßungszeremonie in Anlehnung an südafrikanische Traditionen willkommen geheißen.

In den zwei gemeinsamen Wochen haben sie in einem intensiven Programm mehr über globale Ungleichheiten gelernt und erkannt, wie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich auch sie persönlich und die Gruppe betrifft. Die Tatsache, dass die südafrikanischen Jugendlichen einen langen Visumsprozess durchlaufen müssen, während die deutschen Jugendlichen mit ihrem Pass ausreisen können, ist dabei nur ein Beispiel. Die Tagesausflügen zu historischen Plätzen zeigten, wie auch die Menschen in Südafrika gegen Ungerechtigkeit und für Freiheit kämpfen mussten.

2. Begegnungsphase

In der zweiten Begegnungsphase besuchten die südafrikanischen Jugendlichen die deutschen Teilnehmer. Bei gezielten Aktionen in der Öffentlichkeit hatten die Jugendlichen die Möglichkeit Außenstehende auf das Projekt aufmerksam zu machen und  zu informieren. Besonderes Highlight war die Einbindung zehn weiterer Jugendlicher in das Projekt. Gemeinsam mit den “Multiplier`s“- den Jugendlichen die am Austausch teilgenommen hatten – wurden sie in Workshops, die teilweise von den Jugendlichen selbst ausgearbeitet und vorgestellt wurden zum Thema Rassismus hingeführt.

“Multiplier`s“ und teilnehmende Jugendliche der zweiten Begegnungsphase in Konstanz


Wir bedanken uns bei unseren Förderern


 

Das Team

Bridging Gaps e.V ist sowohl in Deutschland als auch in Südafrika ein eingetragener Verein. Durch regionale Gruppen in verschiedenen deutschen Städten sowie in Pretoria (Südafrika) und überregional zusammengesetzten Teams werden die Aufgabenschwerpunkte verteilt und das Projekt koordiniert.

Der Jugendaustausch wurde auf deutscher Seite von Manuel Gussmann geleitet und auf südafrikanischer Seite von Zakhele Nkosi und Isaac Ndwendwe mit dem Team in Pretoria organisiert. Die beiden waren Ansprechpartner der Jugendlichen während des gesamten Projekts. Juliane Hoss ist erste Vorsitzende des Vereins und begleitete die Umsetzung des Jugendaustauschs.


Lerne unser Team kennen

Unser Organisationsteam in Deutschland

Manuel Gussmann

Manuel war für die Leitung und Koordination des deutschen Teams zuständig. Bei ihm liefen alle Fäden zusammen, er behielt den organisatorischen Überblick, verteilte Aufgaben und koordinierte die einzelnen Arbeitsbereiche. Manuel war unser aller Ansprechpartner, verwaltete Dokumente und organisierte Videokonferenzen. Außerdem ist Manuel auch leidenschaftlicher Fotograf und übernahm somit die Bild- und Videodokumentation unserer Arbeit.

 

 

 

Nora Becher
Johanna Siebert
Lea Nesselhauf

Nora, Johanna und Lea waren gemeinsam für die inhaltliche Ausgestaltung des Programms zuständig. Sie planten den genauen Ablauf der einzelnen Workshops und Begegnungsphasen in Deutschland, überlegten sich Spiele und Energizer, stellten Material zusammen und gestalteten das Manual für die inhaltliche Durchführung.

 

 

 

Christian Trenk
Anna Kreß

Christian und Anna arbeiteten vornehmlich im Bereich des Administrativen. Sie buchten Flüge und Unterkünfte, kümmerten sich um die Verpflegung, schrieben Packlisten und klärten rechtliche Angelegenheiten. Zusammen mit Johanna kümmerte sich Christian außerdem um die Auswahl der Teilnehmenden. Anna war zudem für den Kontakt mit den teilnehmenden Jugendlichen und deren Eltern zuständig.

 

 

 

Florian Petermann

Florian begleitete als ausgebildeter Jugendleiter zusammen mit Lea die Jugendlichen nach Südafrika. Dort fungierte er als Betreuer und Ansprechpartner der deutschen Teilnehmer. Gemeinsam mit Lea und dem südafrikanischen Team leitete und koordinierte er die Begegnungsphase. In der Vorbereitung konzentrierte Florian sich hauptsächlich auf Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.

 

 

 

Our organization team in South Africa:

 

Zakhele Nkosilead the youth exchange in 2017/2018 from the South African side, managing the organising team and working closely with the teenagers. He has extensive experience in facilitating sessions focusing on racism, privilege and intersectionality. He is working as an assistant lecturer for the University of Pretoria, where he graduated with  Masters of Science in Geology. Previously, he worked as an assistant campaign manager at Zinto Marketing Group.

 

Isaac Ndwendwehas 15 years experience in youth and community work as a senior facilitator and camp leader for Karos and Kambro. Together with Zakhele, he was leading the organising team for the youth exchange 2017/2018, instructing and preparing all supervisors, leading the pedagogical programme and  ensuring safety and security standards at the camp.

 

Sipho Mnisi is a supervisor and coordinator at Bridges Camp. He volunteered for 10 years working with young people in various organisations and has an excellent 5 years teaching experience for Secondary School learners. He participated at Activate Leadership Programme as a Change Driver in 2017 and now he is doing second level on Switch Social Entrepreneurship  Programme. He was a supervisor at the youth exchange.

 

Mogau Mphahlelehas participated in the Activate Leadership Programme in the first half of 2017 and graduated as a community leader in August 2017. She volunteers as a supervisor at Bridge Camp as well as the youth exchange and is a project coordinator for the camps focusing on gender inequality. She manages the communication for the “Growth Path”, our project training future youth leaders, which currently has 38 participants.

 

Thabiso Seleone, is an artist and facilitator since 1989 with an experience and practice in the following; painting, music and theatrical directing and script writing. He won some awards in script writing and theatre stage acting. He participated in several art exhibitions and festivals in Mpumalanga and twice in the Standard Bank National Arts Festival in Grahamston. in his involvement in community arts programmes, he has facilitated experiential learning and managed projects in the Gauteng and Mpumalanga province. He was a youth worker for Karos and Kambro from 2002 until 2016. He is presently pursuing music making, an African genre using drumming and African hand piano (mbira) in community development and youth work. To him “an artistic and cultural development of a people (youth) is like regerminating a pure roots to an perennial tree, unmasking the faces of the young people.” He was a supervisor and drumming instructor as part of the youth exchange.

 

Juliane Hoss is the founder of Bridging Gaps e.V. and started the Bridges Camp project in October 2013. She is an educated youth leader and has more than 10 years experience in youth work. Juliane Hoss initiaties the youth exchange project, was coordinating the collaboration between the two countries and assisted as part of the South African organizing team.