Das Team in Pretoria

Im Jahre 2013 startete  das Team in Südafrika in Kooperation mit der psychologischen Klinik der Universität in Pretoria das Projekt Bridges Camp. Seitdem wurden mit mehr als 10 Camps über 250 Jugendliche und Studierende erreicht. Auf den Bridges Camps kommen Jugendliche verschiedener Hintergründe zusammen, um durch den Kontakt miteinander ihre Vorurteile zu überwinden, ein Bewusstsein für Rassismus und Ungerechtigkeiten zu entwickeln und gemeinsam ein Zeichen dagegen zu setzen.  Das Besondere an den Camps ist, dass jedes Mal einige Jugendliche ausgewählt werden, als “MultiplikatorInnen” an weiteren Camps teilzunehmen. Nach einem intensiven Training unterrichten sie die neuen Teilnehmenden und übernehmen Verantwortung für die Spiele und die Organisation der Camps im Allgemeinen. Das Konzept der MultiplikatorInnen beruht auf der Idee, dass sich Menschen kritisch mit gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinandersetzen und ihr gewonnenes Wissen in ihrem sozialen Umfeld weitergeben.

Um die Jugendlichen auf ihrem Bildungsweg und in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten, bietet das Team Workshops an. Derzeit arbeiten wir in Kooperation mit der Deutschen Schule in Pretoria und SAP an einem Computer-Projekt.

Morongoa Masemola

Morongoa Masemola ist die Leiterin der Projekte und registrierte Mitte 2016 mit ihrem Team den Verein unter gleichem Namen in Südafrika.

“Das Bridges-Camp-Team und besonders die Jugendlichen sind wie eine Familie für mich. Ich freue mich immer auf das nächste Camp. Die Jugendlichen haben so viel Energie und bringen mich immer zum Lachen. Es ist mir wichtig, die Jugendlichen nicht nur zu unterrichten, sondern produktive Diskussionen mit ihnen zu führen. Es ist oft überraschend zu sehen, wie viel man von jungen Menschen lernen kann und ich glaube, das schätze ich am meisten.”

Moronga sammelte bereits viel Erfahrung in der Jugendarbeit: Sie bot zuvor für eine lokale Organisation Workshops über Sexualität an Schulen an und arbeitete freiwilliger Basis in einer psychologischen Klinik. Vor Kurzem wurde sie in das Activate Netzwerk aufgenommen, das zukünftige Führungspersönlichkeiten in Südafrika fördert.

Für die „Bridges Camps“ hat sie viele Ideen und sieht vor ihrem inneren Auge bereits, wie das Projekt wachsen soll:

“Ich möchte sehen, wie das Camp wächst und in ganz Südafrika durchgeführt wird. Mein Traum für das Camp würde wahr werden, wenn wir noch mehr Jugendliche erreichen und weitere gesellschaftliche Gruppen integrieren könnten. Die Leiterin des Teams zu sein ist genial, aber auch eine große Herausforderung. Bridges Camp bedeutet mir sehr viel.”

In ihrer Arbeit in Pretoria wird Morongoa Masemola von ihren KollegInnen Dzunisani Makasela and Lorrain Tibane unterstützt.

Dzunisani Makasela

Dzunisani Makasela ist ein 24-jähriger Schriftsteller, Aktivist und ein Blogger aus Soweto, Diepkloof. Er hat Politikwissenschaft und Public Governance an der Universität von Johannesburg studiert und hat darüber hinaus einen Bachelorabschluss in Journalismus und Kommunikationwissenschaften. Er gibt selbst an, dass es ihm wichtig ist, seine Zeit und Energie für das Gemeinwohl und der Gesellschaft als Ganzes einzusetzen, um so den sozialen Zusammenhalt, positive Werte und Normen, die uns Menschen ausmachen, zu fördern. In seiner Freizeit liest er gerne und lernt mehr über andere Disziplinen,  führt gerne Debatten, die einen Perspektivenwechsel über Ideologie ermöglichen und allgemeine Missverständnisse ausräumen, die meisten Menschen immer noch mit sich bringen.

Lorrain Tibane

Lorrain hat Ende 2013 gemeinsam mit ihrem Freundeskreis die Initiative Bridges Camp ins Leben gerufen. Zunehmend hatte sie sich daran gestört, dass junge Menschen verschiedener Gruppen kaum Kontakt zueinander aufbauend und Vorurteile, sowie Rassismus noch immer allgegenwärtig in der Gesellschaft sind. Sie engagiert sich bei Bridging Gaps, weil sie auch persönlich einen Beitrag leisten möchte, dies zu verändern. Lorrain hat entscheidend zu der Finanzierung und Umsetzung der ersten Camps beigetragen und steht dem Team seit der Geburt ihrer zwei Söhne beratend zur Seite. In der regionalen Gruppe übernimmt sie administrative Tätigkeiten.